Wie Chiropraktik Leistungssportler in ihrem Potenzial unterstützen kann

Kürzlich kamen Patricija und Alexandru in meine Praxis. Zwei Profi-Tänzer, die ihren Körpern stets Höchstleistungen abverlangen. Als Deutsche Vizemeister im Standardtanz geht es den beiden um die Optimierung ihrer physischen Konstitution – und das am besten mit geringstem Zeitaufwand bei maximalem Ergebnis. Wie das genau aussehen kann, dazu später mehr. Wie sehr gerade Profisportler zum athletischen Ausnahmezustand fähig sind, habe ich erkannt, seitdem ich regelmäßig Leistungssportler behandle. „Grenzen“, sagte neulich ein Spitzensportler zu mir, „sind dazu da, sie immer wieder zu überwinden. Nur so werde ich besser.“ Klar, dachte ich mir, so bekommt der Leistungssportler Anerkennung, das ist sicher. Aber so bekommt er aus meiner Erfahrung auch Probleme. Irgendwann.

Evolutionsmarathon mit Tücken und Krücken
So wie der Körper zu Spitzenleistungen fähig ist, so ist er auch gleichzeitig fehleranfällig und verletzbar. Ein Beispiel: das Volksleiden Rückenschmerzen. Natürlich ist die Rückenpein einerseits eine der Zivilisationskrankheiten. Andererseits ist sie aber auch vollkommen natürlich, denn evolutionsbedingt besitzen wir die Wirbelsäule von Fischen. Lang ist’s her, doch als dieser Evolutionsprozess vor mehr als 500 Millionen Jahren einsetzte und die Lebewesen an Land gingen, war das für die Schwerelosigkeit im Wasser ausgerichtete Rückgrat an der Luft leider viel zu schwach. Allein, wir wurden über die Jahrmillionen diesen Bauplan nicht mehr los. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass wir sowohl unter Höchstleistungen als auch im Alter zunehmend anfälliger im Rücken werden. Denn: Während sich die Zivilisation in technologischer und medizinischer Hinsicht teils in Lichtgeschwindigkeit immer weiterentwickelt hat, ist unser Körper in seinem fundamentalen Aufbau immer noch der alte. So gesehen steckt uns die Altsteinzeit immer noch in den Knochen. Dass Oma und Opa Feuerstein nicht bereits mit Krücken unterwegs waren, haben sie vorwiegend ihrer Beweglichkeit durch die frühe Jäger- und Sammlerkarriere zu verdanken.

Zwei, die ihre Beweglichkeit immer wieder auf die Spitze treiben und für die Schwerstarbeit am Selbst zum Alltag gehört, sind die bereits erwähnten Profi-Tänzer, Patricija und Alexandru. Zwei also, die immer in Bewegung sind und sich eins nicht leisten können und wollen: Stillstand – insbesondere nicht in Zeiten von Corona. Auch durch jahreslanges, hohes Trainingspensum, mentalen Druck vor und im Wettkampf und einseitige Belastungen durch teils halsbrecherische Tanzfiguren darf der Bewegungsapparat der zwei Hochleistungstänzer bloß nicht in Schieflage geraten. Und hier komme ich, hier kommen die Justierungen ins Spiel. Was ich den beiden zeigen möchte, ist, dass Chiropraktik Stress im Körper reduzieren und die Beweglichkeit fördern kann. Dabei fällt mir ein Zitat des persischen Dichters und Philosophen Maulana Dschelaleddin Rumi ein: „Wo immer der Tanzende mit dem Fuß auftritt, da entspringt dem Staub ein Quell des Lebens“. So wie Rumi diese explosive Energie des Tanzes auf den Punkt bringt, so hoffe ich, dass Patricija und Alexandru genau diese Kraft auch ganz bald wieder aufs Tanzparkett übersetzen, und zwar coram publico.

Ich bin davon überzeugt: Justierungen unterstützen den Körper nicht nur beim Entspannen – sie fördern aus meiner Erfahrung auch die Regulation des Blutdrucks, die Verdauung und unseren Schlaf. Und sogar die Konzentration steigt. Das ist das eine Kerngebiet der Chiropraktik: die Behandlung des autonomen Nervensystems mit dem Sympathikus, der uns in Kampfbereitschaft versetzt, und dem Parasympathikus, der für Entspannung sorgt. Klar wird auch dabei immer wieder: Wir Chiropraktiker arbeiten an der Wirbelsäule, aber eigentlich arbeiten wir am Gehirn. In dem anderen Kerngebiet der Chiropraktik kümmere ich mich um Wiederherstellung und Erhalt der Beweglichkeit und die Wahrnehmung von Schmerz.

Wie also können Leistungssportler von regelmäßigen Justierungen profitieren?
Behandlungen setzen genau da an, wo Sportler Unterstützung brauchen. Justierungen können sie unterstützen, ihre Leistungen zu optimieren und ihre Leistungsfähigkeit über Jahre zu erhalten. Nach Justierungen sind Veränderungen messbar: Justierungen wirken nachweislich auf die Herzfrequenz, auf den motorischen Cortex, der unsere Bewegungen steuert und sogar im Präfrontalen Cortex. Dieses bei Menschen besonders ausgeprägte Hirnareal übt zahlreiche Kontrollfunktionen aus und ist für Strategie und Planung zuständig.

Für Top-Sportler zielt die chiropraktische Begleitung aus meiner Sicht daher auf genau drei Benefits ab:

  • Bessere Beweglichkeit: Justierungen unterstützen dabei, den Körper geschmeidig zu halten und Schmerzen zu reduzieren.
  • Positive Auswirkungen auf das autonome Nervensystem: Sportler streben immer nach Höchstleistungen. Und zwar auf den Punkt. Im Wettkampf müssen sie in der Lage sein, zielgerichtet ihre Ressourcen zu mobilisieren. Danach sollte es wieder in die Regeneration gehen. Diesen Wechsel von Anspannung und Entspannung unterstützen Justierungen.
  • Verbesserung des Raumsinns: Alle Informationen aus dem Körper gehen über die Wirbelsäule. All die kleinen Muskeln rechts und links der Wirbelsäule sind praktisch ein eigenes Sinnesorgan. Ständig werden Informationen ans Gehirn geschickt: Wo ist der Körper im Raum? Was passiert, wenn ich die Augen schließe? Woher nimmt der Körper dann die Informationen? Das Gehirn entnimmt die Signale den Gelenken, den Muskeln und der Wirbelsäule und zeichnet davon ein Bild, wo und wie der Körper sich im Raum befindet. Das ist der Raumsinn, der die räumliche Orientierung steuert und der die bessere Koordination des Körpers im Raum befördert.

Bei all dem möchte ich Sie gerne unterstützen.

Passen Sie gut auf sich auf und kommen Sie immer gerne vorbei! Ich freue mich auf Sie!

Herzlichst

Ihre Marei Schachschneider